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5 Gründe Yoga selbstständig zu üben

Wenn du mit Yoga beginnst gehst du vermutlich in ein Studio zu einer geführten Stunde. Der Yoga-Lehrer macht die Übungen vor und erklärt sie, du machst sie nach. Nach einiger Zeit in dieser Form des Yoga macht es aber auch Sinn die Eigenpraxis zu stärken, also selbstständig zu üben.

Aber warum denn eigentlich?

Dieser Artikel ist Teil 2 einer 3-teiligen Artikelserie. Im ersten Teil ging es um die Vorteile von Yoga am Morgen und im dritten Teil geht es um einfache Yoga-Übungen für den Morgen (inklusive Video!).
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Grund 1: Eigenpraxis = Eigenverantwortung

Wenn du selbst übst, bist du nicht von einem Lehrer abhängig. Lehrer sind schon gut und haben absolut ihre Daseinsberechtigung – jeder Lehrer wird dir auch etwas anderes, hoffentlich neues, vermitteln. Und gerade wenn du neu im Yoga bist ist ein guter, erfahrener Lehrer sehr wichtig. Ansonsten ist einfach die Verletzungsgefahr im Yoga zu groß.

Daher: suche den für dich passenden Yoga-Stil und auch einen Lehrer, dem du vertraust und der dich ein Stück deines Weges begleitet.

Aber (ja, jetzt kommt das große „aber“): hänge nicht an dieser Person und mach dich von ihr abhängig. Und gib schon gar nicht die Verantwortung für dein Yoga an den Lehrer ab. Ein guter Lehrer schaut auf dich als Schüler, auf dein Weiterkommen, auf deine Entwicklung. Aber verantwortlich ist er nicht für dich. Nur du selbst kannst Yoga praktizieren und üben, und das solltest du auch einmal alleine tun. Denn es ist dein Körper und nicht der deines Lehrers – der schafft nur den Raum und die Zeit um zu praktizieren, mehr nicht.

Grund 2: Du kannst überall praktizieren

Mit einer guten Eigenpraxis kannst du auf einmal überall Yoga üben.

Egal ob mit oder ohne Matte.

Egal ob mit oder ohne Lehrer.

Und das ist schön!

Ein Hotelzimmer in London? Auch dort ist es möglich Yoga zu machen und dadurch einen Ausgleich zu den tagelangen Meetings zu schaffen.

Vollgefressen vom Buffet im Urlaub auf Ibiza? Vielleicht schadet gerade dann ein wenig Yoga nicht ;-)

Wenn du diesen Gedanken weiter spinnst, kannst du auch im Büro, zwischendurch, Yoga machen. Denn Yoga ist mehr als Sonnengrüße und ein Flow mit Kopfstand am Ende – du kannst auch mal 2 Minuten Nacken-Yoga machen, dich im Büro um deine Füße kümmern oder dir die Wartezeit auf die Straßenbahn verkürzen.

Grund 3: Du musst auf dich selbst hören

Praktizierst du ohne Lehrer, musst du dich nicht seinem Rhythmus anpassen. Du hörst auf deine eigene Atmung, die dein Tempo durch die Asana-Praxis vorgibt. Du kannst so lange in der Endentspannung liegen, wie du willst und so lange meditieren wie es dir gefällt.

Ja, das fordert etwas Disziplin, auch alleine an den Positionen zu arbeiten, die dir nicht so gefallen. Nicht zu hudeln oder auszulassen.

Aber die Disziplin wird belohnt mit mehr Gefühl. Da ist nicht die Yogini in der ersten Reihe, die dich ablenkt, weil sie eine schönere Yoga-Hose hat als du.

Daher kannst du dich ganz auf dich, auf deinen Körper und auf dein Gefühl konzentrieren. Spüren wie weit du in eine Position hinein gehen willst, oder auch nicht. Wie lange du bleiben willst, ob 5, 10 oder noch mehr Atemzüge.

Wenn du gut zuhörst, gut auf dich selbst hörst, dann wirst du auch erkennen, welches Asana du als nächstes machen willst. Denn der wahre Guru ist keine Person im Außen die eine Abfolge vorgibt, der wahre Guru bist du selbst.

Grund 4: Du bringst deine Praxis auf das nächste Level

Durch eine regelmäßige Eigenpraxis, gemischt mit geführten Stunden oder Eigenpraxis-Stunden mit Lehrer (mehr dazu gleich), wirst du dich im Yoga entwickeln.

Ja, jetzt sag ich immer, dass es darum geht das Ego loszulassen, den Handstand nicht zu erzwingen und keine Ziele zu haben. Mist, erwischt :-)

Oder auch nicht – denn was ich damit sagen will: du wirst besser spüren, was dir gut tut und was nicht. Dich vielleicht in einer geführten Yoga-Stunde in die Ruheposition begeben oder eine Position abwandeln, weil du weißt, dass sie dir nicht gut tut. Du wirst den Lehrer nicht mehr als einen gottähnlichen Guru sehen, sondern mehr auf deinen Körper hören.

Und genau das ist Fortschritt – der sich sanft, langsam und leise einschleicht, den du meist gar nicht mit bekommst… der aber da ist.

Grund 5: Du bist unabhängig!

Meine eigene Yogapraxis war immer geprägt vom Stundenplan meines Lieblingsstudios. Und der ist eben nur begrenzt flexibel. Seit ich aber selbst praktiziere bin ich von den Öffnungszeiten unabhängig und kann überall praktizieren.

Das ganze funktioniert auch in sogenannten Mysore-Stunden sehr gut. Bei dieser Form des Ashtanga Yoga kannst du einfach jederzeit während der Stunde kommen, üben, und wieder gehen. Mit ein oder zwei Lehrern, die dir helfen, für deine Fragen da sind und sich auch Zeit für dich nehmen können.

Das Angenehme daran – du musst früher in die Firma? Kein Problem, einfach kürzer praktizieren. Oh, noch einmal Snooze am Wecker? Auch kein Problem, bist du halt 10 Minuten später in der Stunde. Trotzdem hast du die Unterstützung vom Lehrer, der dir weiter hilft.

Yoga selbst üben - am Morgen!

Ab auf die Matte!

Wie du der Artikelserie entnehmen kannst ist die Idee dahinter dich zu motivieren Yoga am Morgen zu praktizieren, was entweder alleine oder mit Ashtanga Mysore Stunden sehr gut funktioniert.

Aber egal wann und wo du dir den Freiraum schaffst, es geht eigentlich nur darum, dass du dich auf die Matte stellst und übst. Ob in einer „freien“ Stunde, mit Youtube oder auch komplett frei – wichtig ist es einfach Spaß zu haben und dich auszuprobieren! Was motiviert dich, wie übst du zu Hause? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Jetzt aber los, ab auf die Matte!

Schau auf dich!

Michael

Dieser Artikel ist Teil 2 einer 3-teiligen Artikelserie. Im ersten Teil ging es um die Vorteile von Yoga am Morgen und im dritten Teil geht es um einfache Yoga-Übungen für den Morgen (inklusive Video!).
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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Namasté.
    Prinzipiell ein guter Ansatz. Auch wenn wie überall das Optimum wohl die perfekte Mischung ist.
    Wenn man ausschließlich in Kurse geht, gibt man die Verantwortung ab und übt vorallem nie im eigenen Tempo.
    Übt man aber ausschließlich alleine, schleichen sich fiese Fehlhaltungen ein.
    Ich hab aktuell eine Klientin, die lange alleine geübt hat. Seit Wochen märze ich Fehler aus…also selber üben und wenigstens ab und an zum Lehrer gehen wäre ein tolle Kombi ;)

    Antworten

    • Hallo Ricarda,
      genau, auf die Mischung kommt es an – eh wie immer ;-)
      Meiner Erfahrung nach geben nur viele Yogis die Verantwortung an den Lehrer ab und versäumen dadurch den zweiten Teil – nämlich eigenverantwortliche zu üben. Klar, dafür muss eine Basis da sein, oder eben ein Lehrer, wie in Mysore Stunden.
      Liebe Grüße, Michael

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