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Yin Yoga

Stell dir vor du kommst in eine Yoga Stunde, in welcher du die Position nur alle 3-5 Minuten veränderst und garantiert keinen Tropfen Schweiß verlierst. Langweilig? Absolut nicht! Die stille, ruhige Yin-Yoga Praxis kann herausfordernder sein, als eine anstrengende Yoga Praxis in der du schweißgebadet in der Entspannungshaltung liegst.

Yin Yoga Michael

Im Yin-Yoga hast du nämlich nur dich und deinen Körper. Es gibt eventuell noch sanfte Musik, aber das war es dann an Ablenkung. Yin-Yoga ist direkt und definitiv nicht sanft. Deine Faszien und dein Bindegewebe werden durch die lang gehaltenen Dehnungen ohne Muskelanspannung gedehnt, bewegt, gestärkt. Du spürst die Dehnung und suchst dir deine Position, die Position die für dich heute, hier und jetzt, richtig ist. Und du spürst deinen Körper und beobachtest deinen Geist.

Genau das macht Yin-Yoga so effektiv und für jede Altersgruppe interessant – die langen Dehnungen stärken deine Faszien und machen sie geschmeidiger. Bei regelmäßiger Yin-Yoga-Praxis wirst du einen positiven Einfluss auf deine „andere“ Yoga-Praxis wie auch auf deine mentale und körperliche Gesundheit spüren. Yin-Yoga wirkt stressreduzierend und regenerierend.

Wie funktioniert Yin-Yoga?

Im Yin-Yoga werden einfache, meist sitzende oder liegende Asanas für lange Zeit gehalten. Dies hat eine positive Auswirkung auf das Faszien- und Bindegewebe, welches sich laut neuester Forschung unter Stress zusammenzieht und Nerven und Schmerzrezeptoren enthält. Während aktives Yoga also auf den Muskel geht und diesen kräftigt werden im Yin-Yoga die festen Strukturen gedehnt.

Werden Faszien (z.B. die große Lendenfaszie) nicht bewegt „verfilzen“ sie, die Faszie wird dicker um das darunter liegende Gewebe zu schützen. Durch Yin-Yoga wird die Faszie bewegt und dazu angeregt sich umzubauen (ja, physisch und wissenschaftlich erwiesen!) und wieder flexibler zu werden. Diese Verfilzungen können für viele Beschwerden verantwortlich sein, welche sich durch eine klassische Diagnose nicht erklären lassen (z.B. Rückenschmerzen).

Yin-Yoga hat daher einen extrem positiven Einfluß auf deine Gesundheit – und kann (sollte!) von jeder Altersgruppe praktiziert werden. Ein paar Minuten am Tag reichen um deine Beweglichkeit zu erhalten und dein Wohlbefinden zu steigern.

Weiters wird im Yin-Yoga dein individueller Knochenbau berücksichtigt – denn nicht jeder Mensch kann im Lotus sitzen und nicht jede Yoga-Position ist für jeden Menschen geeignet.

So einfach?

Du könntest jetzt annehmen, dass ein paar Minuten entspannt rumsitzen alles ist, was du tun musst… aber das ist nicht ganz richtig.

Einerseits sollte die Yin-Yoga-Praxis mit aktiven Übungen (Yoga, Ausdauersport, Krafttraining…) kombiniert werden, um auch den Muskel und das Herz-Kreislauf-System zu belasten und damit gesund zu halten.

Andererseits kann das „rumsitzen“ auch ganz schön anstrengend sein. Wie schon erwähnt gibt es keine Ablenkung und die Dehnungen können sehr intensiv sein. Ab und zu ist es wirklich zum aufspringen und davonlaufen – unterschätze das nicht ;)

Wenn du dich aber auf Yin-Yoga einlässt wirst du feststellen, wie entspannend diese Yoga-Praxis ist, wo deine Grenzen sind und dass du die Position auch jederzeit verändern kannst…

Schau auf dich!

Michael