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Meditieren, aber wie? 7 verschiedene Meditationen erklärt.

Ein sehr inspirierender Blogger hat vor kurzem beschrieben, wie er täglich meditiert und ich möchte das zum Anlass nehmen, dir ein paar Meditationsformen vorzustellen. Denn die Meditation ist so individuell wie du selbst, daher braucht es ein wenig Zeit und Mut zum Probieren, um die für dich passende Form der Meditation zu finden.

Warum eigentlich meditieren?

Über die Vorteile einer regelmäßigen Meditationspraxis habe ich schon des öfteren geschrieben, daher möchte ich mich hier kurz halten. Durch die Meditation wird

  • dein Geist ruhiger werden
  • dein Fokus klar und scharf und du wirst
  • deinen Körper wieder besser fühlen.

Grob gesagt geht es darum den wichtigsten Muskel in deinem Körper, dein Hirn, auch zu trainieren, zu reinigen und ihm Zeit zu geben sich zu beruhigen.

Was Meditation aber nicht ist: das Wegdrücken von Gedanken oder negativen Gefühlen, sondern das liebevolle Annehmen von dem, was ist.

Nun, wenn das jetzt zu abstrakt klingt empfehle ich einfach es auszuprobieren und regelmäßig zu üben, denn wie auch bei einem 6-Pack oder dem Bizeps stellen sich die Erfolge nur durch regelmäßiges Training ein.

Welche Meditation ist die richtige für dich?

Wie auch beim Yoga gibt es so viele Meditationsstile wie Menschen. Daher ist es wichtig, dass du für dich die passende Methode findest – und glaube mir, es ist sicher etwas für dich dabei!

Die untenstehende Liste ist nur meine individuelle Liste von Meditationen, die ich kenne und ausprobiert habe – schlussendlich bin ich bei Vipassana hängen geblieben. Das funktioniert für mich, aber ob dir eher eine klassisch-indische Meditation  mehr liegt als etwas Westliches, musst du für dich herausfinden. Es geht in dieser Auflistung weniger um spezielle Techniken als viel mehr um grundsätzliche Unterschiede in den Meditationen.

Methode 1: Atem beobachten

Gerade für den Anfang ist die Beobachtung des Atems eine sehr gute Methode. Du sitzt bequem, schließt die Augen und beobachtest einfach wie deine Atmung kommt und wieder geht. Wenn es für den Anfang zu schwierig ist kannst du auch bewusst tiefer atmen.

Der große Vorteil dieser Technik ist, dass du den Atem immer dabei hast. Im Unterschied zu einer Kerze oder einem sonstigen Gegenstand kannst du also auch an der Busstation oder in der U-Bahn ein paar Atemzüge meditieren (falls du nicht mit dem Handy spielst).

Der Nachteil ist, dass die Atmung oft sehr fein und dadurch kaum wahrnehmbar sein kann. In diesem Fall atme aber wie oben gesagt einfach tiefer.

Methode 2: Körperscan

Eine weitere Methode ist neben dem Atem auch den ganzen Körper bewusst wahrzunehmen. Du kannst hier sehr grob starten, also einfach nur die ganze Hand, dann den ganzen Unterarm, den Ellbogen und so weiter in deine Aufmerksamkeit bringen und spüren, wie sich der jeweilige Bereich anspürt. Kalt oder warm, weit oder eng, spürst du ein Kribbeln oder ein Ziehen?

Wenn es dir gut gelingt kannst du feiner werden, indem du einzelne Finger „spürst“ und einfach nur wahrnimmst, wie sich dein kleiner Finger so anfühlt. Geht es ihm gut? Bleib für ein paar Sekunden und gehe dann zum nächsten Finger. Am Rücken kannst du so zum Beispiel auch einzelne Bereiche erspüren. Bei denen mit Anspannung bleib ein wenig länger, spüre genau hin.

Der Vorteil dieser Technik ist ein gesteigertes Körperbewusstsein – der Alltag bringt dich immer mehr in den Kopf, und der Körper wird dabei leider vergessen. Mit dieser Technik kannst du auch sehr fein werden, und die feinen Energien im Körper spüren.

Methode 3: Geführte Meditation

Falls es so ganz alleine und ohne Anleitung nicht klappt kannst du auch auf geführte Meditationen zurückgreifen. Die von Robert Betz kann ich empfehlen, aber auch auf Youtube solltest du schnell fündig werden.

Wenn dir bei einer geführten Meditation die Stimme des Sprechers sowie der Inhalt gefallen, kommst du gerade am Anfang einer Meditationspraxis sehr schnell zur Ruhe.

Der Nachteil ist, dass du dich von externen Quellen (MP3-Player, Kopfhörer, die richtige CD…) abhängig machst. Aber für bestimmte Themen oder zum Einstieg ist diese Methode meiner Meinung nach sehr gut geeignet.

Dankbarkeitsmeditation

Methode 4: Dankbarkeitsmeditation

Diese Methode ist eine Kombination aus den oben genannten und es gibt sie auch als geführte Meditation. Die Aufgabe besteht aber nicht darin dich auf deine Atmung oder den Körper zu konzentrieren, sondern du bist einfach dankbar für das, was du hast.

Seien es Personen, denen du danken willst, oder Erlebnisse, dass du ein Dach über dem Kopf hast, in einem wunderbaren Land lebst, es eine Krankenkasse gibt, was auch immer. Stell dir die positiven, wunderbaren „Dinge“ vor und sei dankbar, dass es sie gibt.

Diese Art der Meditation kannst du auch an eine Atem- oder Körpermeditation anhängen und auch jeden Tag vor dem Schlafengehen kurz durchführen. Dadurch stimmst du dein Hirn auf positive Schwingungen ein, und das ist nie so verkehrt….

Methode 5: Cleaning Meditation

Diese Methode kommt aus dem Zen, kann aber auch einfach als „Achtsamkeit im Alltag“ beschrieben werden. Nur fällt es mir schwer, den ganzen Tag achtsam zu sein, das ist nämlich ganz schön anstrengend.

Daher nehme ich mir immer wieder eine alltägliche Aufgabe heraus und führe diese bewusst und achtsam durch – zum Beispiel Abwaschen oder Putzen.

Ja, auch das kann Meditation sein, wenn du wirklich nur abwäscht, und dabei an nichts anderes denkst, sondern einfach spürst, wie sich das Wasser anfühlt, sich die Teller anhören, und so weiter, dann erreichst du den selben Zustand wie in einer Atemmeditation.

Aber Achtung, der große Nachteil hier ist – es ist super super schwer! Probier es aus!

Methode 6: Bewegte Meditation

Eine Weiterentwicklung der Cleaning Meditation ist die bewegte Meditation. Klingt jetzt sehr hochtrabend, gemeint sind aber „Sportarten“ wie Yoga, Tai Chi oder Kung Fu.

In all diesen östlichen Methoden geht es zwar von außen um Bewegung, in Wahrheit aber viel mehr um die richtige geistige Einstellung. Erst durch den richtigen Fokus, durch eine meditative geistige Haltung, wird Yoga zu Yoga, Tai Chi zu Tai Chi und Kung Fu zu Kung Fu.

Bewegte Meditation ist jetzt nicht „besser“ als Cleaning Meditation oder wenn du dich auf ein Kissen setzt – es ist anders. Vielleicht fällt dir das ruhige sitzen leichter, oder eben die Bewegung – das Resultat ist dasselbe, wenn du im Geist voll bei der Sache bist.

Methode 7: Deine persönliche Methode

Die oben genannten Meditationsmethoden kenne ich praktisch und habe sie ausprobiert. Aber kennst du deine persönliche, perfekte Methode nicht vielleicht schon?

Überlege einmal – wo entspannst du Körper und Geist völlig? Das kann beim Hören von Musik sein oder beim Wandern. Was machst du, um deine „Batterien aufzuladen“ (was übrigens ein völliger Blödsinn ist – siehe hier!), um zu dir zu kommen? Nein, eine Massage gilt nicht, und auch das Glas Rotwein nach der Arbeit ist nicht wirklich das, was ich hier meine ;-)

Genau bei dieser Tätigkeit meditierst du aller Wahrscheinlichkeit nach schon – nach dem Lesen dieses Artikels vielleicht das nächste Mal ein wenig bewusster.

Und was jetzt?

Wie auch beim Krafttraining, beim Radfahren oder beim Sex gilt auch bei der Meditation: Übung macht den Meister. Also nimm dir die Methode, die dich am meisten angesprochen hat, nimm mehrere, von mir aus alle, und probier sie aus. Aber nicht nur einmal, sondern am besten täglich, ein paar Minuten.

Und schau dir an, was passiert.

Viel Spaß beim Entdecken deiner Superkräfte!

Michael

PS: hast du eine komplett andere Methode um zu Meditieren? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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