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Wie du deine Produktivität steigerst, ohne dich zu verlieren

Passend zum Artikel über das virtuelle Leben im Handy möchte ich in diesem Artikel über das Thema “Aktivität” schreiben. Es geht dir doch sicher auch so, dass du sehr aktiv bist. Hier etwas tun, dort etwas arbeiten, mit Freunden treffen, dazwischen E-Mails schreiben und WhatsAppen… deine Tage sind übervoll und du bräuchtest mindestens 30 Stunden um alles unterzubringen. In der Arbeit wie privat – mehr als genug zu tun.
Aber erfüllt es dich auch?

Warum das Ganze?

Wahrscheinlich geht es dir wie mir, und ich stelle mir relativ oft die Frage, ob das Ganze denn überhaupt Sinn macht. Immer schneller zu laufen, immer mehr zu tun, dabei auf mich selbst zu vergessen. Die Produktivität erhöhen wollen, schneller sein, mehr E-Mails beantworten, noch einen Artikel schreiben, auch noch ins Yoga hetzen…

Nun ja, bekanntlich ist die Erkenntnis der erste Schritt zur Besserung… Falls du also etwas ändern willst, habe ich hier ein paar Anregungen für dich, beginnen kannst du zum Beispiel damit:

Auszeiten nehmen

Nimm dir immer wieder Auszeiten, in denen du bewusst “nichts” machst. Auch mit Kalender-Eintrag! Was bei dir funktioniert, um deine Batterien aufzuladen, das musst du selbst herausfinden. Mir hilft zum Beispiel:

  • meditieren (du willst meditieren lernen?)
  • eine Runde im Wald spazieren gehen (ohne Handy!)
  • mich ohne Ziel einfach nur mit Freunden treffen
  • einen guten Film ansehen

Wie jetzt, und das soll meine Produktivität steigern?

Ja, tut es. Weil nur wenn du auch entspannst und dich erholst, nur dann hast du auch die Kraft, um wenn notwendig alles (und noch mehr) zu geben. Ohne Entspannung gibt es keine Produktivität – das weiß jeder, der schon mal viel zu lange an einem viel zu intensiven Projekt gearbeitet hat (oder arbeiten musste). Irgendwann geht es nicht mehr, dann leidet der Körper darunter und die Leistungsfähigkeit sinkt rapide ab…

Nun gut, Auszeiten und Entspannung – Haken drunter. Trotzdem geht es sich nicht aus, es ist einfach zu viel zu tun und du fühlst dich unproduktiv?

Fokus setzen

Setze den Fokus richtig!

Eine Frage die ich einmal gelesen habe und welche mir beruflich einiges gebracht hat, ist die folgende:

“Bist du produktiv oder nur aktiv?”

In den Tagen darauf habe ich meine Aktivitäten in der Firma sehr genau unter die Lupe genommen. Und festgestellt, dass ich oft sehr aktiv bin, aber dabei nichts produziere. Zum Beispiel sind das Lesen der internen Newsletter, beantworten sinnfreier Mails, Installieren von Updates, ausprobieren neuer Software, im Facebook „schauen-ob-ich-bis-ans-Ende-scrollen-kann“, mit Kollegen über das Wetter plaudern usw. sind alles Tätigkeiten bei denen ich mich “aktiv” fühle, aber nicht wirklich etwas weiter bringe.

Klar, ein paar News zu wissen ist schon wichtig und auch der Flurfunk mit den Kollegen wird oft unterschätzt, wenn aber die meiste Arbeitszeit für solche Tätigkeiten drauf geht, dann kommst du nicht viel weiter.

Schau dir also heute im Büro genau an, womit du deine Zeit verbringst. Und streiche einmal alles, womit du dich beschäftigst und von “echter” Arbeit ablenkst. Also von dem, was du erledigen musst oder solltest.

Dasselbe trifft übrigens auch für das Privatleben zu, auch dort gibt es oft Aktivitäten, die “nichts bringen” und gestrichen oder wegoptimiert gehören. Und bevor du jetzt zu laut aufschreist – lies bitte weiter über einen weiteren Punkt, der deine Produktivität steigern wird:

Grenze dich ab vom Müll unserer Zeit

Was dir auch helfen wird, deine Produktivität zu steigern und dadurch mehr Zeit für dich zu gewinnen ist es die täglich auf dich eintreffende Informationsflut konsequent zu filtern.

Zum Beispiel bekomme ich täglich unzählige Mails, die mir “Arbeit” machen, aber mich in Bezug auf meine Arbeit und Ziele nicht weiterbringen. Auch Newsletter wollen gelesen werden, die Links darin besucht. Der Facebook-Newsfeed muss auch gesichtet werden, dann gibt es da noch die ganzen RSS-Feeds die ich abonniert habe.

Eine Frage die ich mir vor einiger Zeit gestellt habe – muss das denn sein? Warum habe ich die Angst etwas zu versäumen, nicht dazu zu gehören, wenn ich die letzten Urlaubsfotos einer entfernen Freundin-ähm-Bekannten nicht gesehen und geliked habe?

Ich kann dir wirklich empfehlen diese Frage für dich zu klären – was bringt es dir im Instagram zu wissen, was Celebrity X denn so postet? Muss der Newsletter, nur weil er vom Vize-Chef der Abteilung kommt, gelesen werden, oder reicht ein überfliegen-und-ablegen? Ist dieses Meeting wirklich notwendig, kannst du etwas dazu beitragen? Und dann streiche konsequent alles, was dir nicht dienlich ist.

Nun aber zum wichtigsten Punkt:

Die Balance halten

Mit der Produktivität ist das so eine Sache – du willst sie erhöhen, aber dich selbst solltest du dabei nicht verlieren. Denn was bringt es super-produktiv zu sein, und keine Zeit mehr für dich selbst zu haben?

Meine Empfehlung ist es daher den Mittelweg zu suchen – zwischen “Produktivität erhöhen” und “Mist weglassen” und “gelebt werden” ist ein großes Spielfeld, auf dem es sich lohnt, zu optimieren.

Und dann (und das ist der große Trick an der Sache!) die Zeit, die du gewinnst, sinnvoll zu nutzen. Also nicht noch mehr zu arbeiten, noch mehr Projekte für die Firma zu leisten, sondern die gewonnene Zeit in und für dich zu investieren.

Und in dieser gewonnenen Zeit Spaß zu haben, ganz ohne an Produktivität und Nutzen und Kosten zu denken…. genau so, wie es Jochen Mariss in diesem Gedicht sagt:

Leben
Einmal nicht der Zeit nachjagen.
Keine Ziele verfolgen,
keine Folgen bedenken,
keine Bedenken hegen.
Nicht nach dem Sinn und Nutzen fragen.
Nicht planen,
nicht hasten.
Einfach nur den Moment genießen.

In diesem Sinne – schau auf dich!

Michael

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Michael,
    der letzte Punkt ist wohl der schwerste… da neigt man doch dazu, dann noch mehr zu arbeitne, anstatt sich eine Pause zu gönnen… Dnake für die guten Tipps, ich habe es auch schon erlebt, dass die Pausen einfach die Produktivität sehr steigern, weil der Geist wieder klar ist…

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