Suche
  • Schau auf dich!
  • Es ist dein Leben!
Suche Menü

Modernes Meditieren: Finde in 4 Schritten deine persönliche Meditationsform

In diesem Gastbeitrag schreibt Livia Werner von michselbstsein.net über das bewusste und achtsame Sein im Alltag und wie du zu deiner persönlichen und modernen Meditation findest.

Du nimmst dir schon lange vor endlich mit Meditieren zu beginnen, aber schaffst es nicht dies in eine Routine zu integrieren… Vielleicht kannst du dich einfach nicht so richtig darauf einlassen, weil:

  • Du nicht abschalten kannst
  • Dir langweilig wird
  • Du keine Zeit hast

Also schiebst du das Thema wieder beiseite und tauchst in deinen Alltag ein, bis du nach einem hektischen Arbeitstag feststellst, dass dir Meditation eben doch guttun würde, weshalb du dann erneut einen Versuch startest.

Die Lösung: Mit einer anderen Betrachtungsweise dagegen, nutzt du deine Kreativität um eine individuelle Meditation für deinen modernen Geist zu kreieren.

Das Schöne dabei?

Du musst dich zu gar nichts zwingen. Denn es ist viel wichtiger, dass du Freude und Leichtigkeit verspürst, bei dem was du tust (oder eben nicht tust).

Die Schlüsselwörter für moderne Meditation in der heutigen Zeit lauten Bewusstsein und Achtsamkeit.

1. Alltagstaugliche Meditationspraxis finden

Lange Zeit konnte ich überhaupt nichts mit Meditation anfangen. Für mich war dies reiner Hokuspokus. Auch als ich zum ersten Mal damit in Berührung kam und begann mich für mein Selbst-bewusst-sein zu interessieren, konnte ich nichts damit anfangen.

Dennoch wusste ich intuitiv, dass ich meditieren sollte bzw. wollte, um meine Gefühle anzunehmen und loszulassen, sowie um einen klaren Kopf zu behalten. Also experimentierte ich lange, bis ich verstand, worum es in der Meditation geht, nämlich um die innere Ruhe.

Leider konnte ich einfach nicht mehr als zwei Wochen eine Meditationspraxis durchziehen, bis ich mir dann den Druck wegnahm, mich selbst reflektierte und dadurch achtsamer und bewusster wurde.

So fand ich zu meiner persönlichen Meditation, die sich übrigens, passend zu unserer Gesellschaft verändern darf, und zwar so schnell sie möchte.

Was brauchst du nun, um zu deiner persönlichen und alltagstauglichen Meditation zu finden?

Antwort: Nichts!

Du brauchst absolut keine Erfahrung, weil du nämlich meditieren kannst, mit Meditationen, die gar keine Meditationen sind.

2. Alleinsein unter Menschen

Alleinsein bedeutet nicht, einsam zu sein. Es heisst einfach nur alleine – sein.

Mehr musst du nicht tun, wenn du meditierst, dennoch stellt sich das natürliche «Sein» oftmals als gar nicht so einfach heraus, z.B weil wir uns vergleichen oder weil wir nicht authentisch sind.

Eigentlich ist der Satz «Mehr musst du nicht tun…» nicht ganz korrekt, denn:

  1. Du musst gar nichts
  2. Nicht tun, sondern einfach SEIN

Wenn du alleine sein kannst, egal wo du bist… und dabei spürst, wie sich deine Lebensfreude entfacht, fühlst du dich viel verbundener mit deinen Mitmenschen, weil du dann ganz bei dir selbst bist und weisst wer du bist. Dann bist du glücklich, einfach so aus dem Moment heraus.

Wieso immer nur mit geschlossenen Augen und in Stille meditieren?

Wieso nicht überall wo du bist meditieren? Dies bedeutet bewusst und aufmerksam zu Sein und wenn du magst, kannst du dich dabei auf die Qualität deines Atems fokussieren.

Du kannst beispielsweise im Zug sitzen und dabei mit offenen Augen (oder geschlossenen, so wie du magst) meditieren. Vielleicht indem du aus dem Fenster schaust, die Sonne geniesst, ihre Strahlen auf deiner Haut spürst und im Hintergrund das Lachen eines Kindes bewusst wahrnimmst.

Dies ist moderne Meditation.

Mit dieser Kreativität und Spontanität kannst du immer und überall meditieren, ganz egal wo du bist, ganz egal was du tust oder eben nicht tust. Nebenbei erdet dich das bewusste Sein, so dass du viel selbstbewusster und authentischer sein kannst. Denn durch diese neu gewonnene Entspannung und Gelassenheit kannst du viel spontaner agieren (somit wirst du weniger re-agieren und das wiederum macht dich authentischer).

3. Bewusst und aufmerksam sein

Du kannst zu jeder Zeit und überall bewusst sein und dich in Aufmerksamkeit üben. Doch ehrlich gesagt… das wäre dann doch ganz schön anstrengend, den ganzen Tag achtsam zu sein, nicht wahr? Ausserdem würde es dir nach und nach den Spass verderben, in jeder Situation (krampfhaft) bewusst zu sein.

Deshalb überlege dir, in welchen Situationen du Freude und Leichtigkeit verspürst, wie zum Beispiel:

  • Warm duschen und dich liebevoll einseifen (dies fördert die Selbstliebe)
  • Deine Kleidung falten
  • Geschirr abspülen
  • Musik machen oder hören
  • Lesen oder Schreiben
  • Dich mit einem guten Freund zum Café treffen
  • Gemütlich durch den Wald streifen
  • Deine Katze streicheln

Bestimmt kannst du erkennen, es ist total egal was du tust… dann, wenn es dir Freude bereitet, ist es stets eine ideale Möglichkeit, diesen Augenblick als Meditation zu nutzen. Dann bist du nämlich automatisch ganz bewusst. Als Beispiel das warme duschen:

  •  fühle wie das warme Wasser auf deine Haut prasselt
  • Atme die warme dampfende Luft ein
  • Nehme diesen Moment ganz bewusst wahr
  • usw.

4. Was hindert und blockiert dich zu meditieren?

Ich bin sicher, die Frage, warum du meditieren willst, ist für dich einleuchtend:

  • Du willst innere Ruhe
  • Du wünschst dir inneren und äusseren Frieden
  • Du möchtest deinen Geist kontrollieren.
  • usw.

Dazu empfehle ich dir den Blogartikel zu verschiedenen Meditationen, bei dem Michael tiefer auf diese Frage eingeht.

Fokussieren wir uns jetzt darauf, warum es dir allenfalls schwerfällt, dich auf eine Meditation einzulassen. Vielleicht findest du dazu die typischen «Ausreden» wie:

  • Keine Zeit
  • Ist nicht mein Ding
  • Zu viele Gedanken, die auf mich einprasseln
  • Ich finde keinen ruhigen Ort

Doch wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist, spürst du, dies ist nicht der wahre Grund, warum du nicht regelmässig meditierst.

Eher sind es unbewusste Ängste, welche dich davon abhalten, nach innen zu schauen und in die Tiefe zu gehen. Alles braucht seine Übung, darum wirst du nicht gleich von Anfang an deine Gedanken kontrollieren können. Es genügt, wenn du deinen Gedankenfluss einfach beobachtest und sie wie Wolken an dir vorbeiziehen lässt.

Weil Gedanken unsere Gefühle beeinflussen, wirst du bei der Meditation mit deinen inneren Gefühlen konfrontierst.

Dies ist der Grund warum es Angst machen kann:

  1. Vielleicht weisst du nicht, wie du mit deinen Gefühlen umgehen kannst
  2. Welchen Einfluss haben solche (neu bewusste) Gefühle auf mein Leben

Zu Punkt 1) Die Angst vor deinen Gefühlen verlieren:

Ein Gefühl ist von Natur aus neutral. Erst durch deine Muster, welche tief in dir gespeichert sind, entsteht unmittelbar ein gutes oder schlechtes Gefühl, bzw. du gibst diesem Gefühl eine positive bzw. eine negative Bewertung. Wenn du nun erkennst, dass JEDES Gefühl, egal wie es sich anfühlt, ob gut oder schlecht, immer eine Botschaft für dich enthält, gibt es automatisch eine positive Wertung, im Wissen, dass letztlich alles Signale und Wegweiser sind.

Wenn du zum Beispiel Schuldgefühle hast, ist dies ein Zeichen, dass du gegen deine Werte gehandelt hast und dich dagegen absichern solltest, um dies bei einem zweiten Mal zu vermeiden. Es könnte auch bedeuten, dass dein Selbstwert aufgebaut werden darf (z.B wenn du eigentlich keine Schuldgefühle haben müsstest).

Zu Punkt 2) Welchen Einfluss haben solche Gefühle auf mein Leben?

Wie erwähnt kommen beim Meditieren unterdrückte Gefühle in Bewegung und beginnen zu fliessen, wenn du es zulässt. Achte auf deren Botschaft und dein Leben beginnt sich positiv zu verändern.

Es ist offensichtlich, Veränderungen können wehtun, was wie gesagt Angst macht und dich letztlich von diesem kraftvollen Weg abhalten könnte. Das wäre schade, denn damit vergibst du dir die Chance auf Veränderung, weil du deine Komfortzone nicht verlassen möchtest. Doch im gewohnten Leben wiegst du dich in falscher Sicherheit. Leider gibt es viele Menschen, die diesen Weg vorziehen und lieber ihr Unglücklichsein unterdrücken. Wenn du aber den Mut hast dein Leben mit dem erwähnten einfachen Meditieren zu gehen, so Quasi dem Ruf deines Herzes folgst, wirst du erkennen, wie du nach und nach glücklicher und selbstbewusster wirst. Habe einfach tiefstes Vertrauen!

Ab in die Praxis!

Nun geht es zur Praxis. Als erstes kannst du wie erwähnt, alles was du über Meditation weisst und denkst loslassen, denn die beste Meditationspraxis bringt dir nichts, wenn du nicht zu deiner inneren Ruhe findest. Übungsmöglichkeiten und Räume hast du genug, weil du es praktisch überall ausüben kannst. Die Schlüsselworte für den Moment des Meditierens lauten ganz einfach:

  • ZULASSEN
  • LOSLASSEN
  • FLIESSEN LASSEN.

Du brauchst also nicht in jedem Fall einen ruhigen Ort. Dies natürlich auch, aber genau so kannst du diese Schlüsselworte im Auto, im Bus, im Zug, auf der Strasse, bei Kinderlärm ausüben. Würden wir an einem ruhigen, spirituellen Ort meditieren, würden wir sicherlich alle unsere innere Ruhe finden. Jedoch, sind wir ehrlich, wir sind keine Mönche, die ein Leben lang an ruhigen Orten verbringen, sondern wir sind moderne Menschen, die täglich ihren Alltag in unserer schnelllebigen Zeit und in übermässigem Informationsfluss leben.

Fazit

Zurückkommend auf die einleitenden Punkte, welche dich vom Meditieren abhalten sollten, findet sich nun damit eine einfache Lösung:

Du kannst nicht abschalten.
Musst du nicht, sei einfach präsent, dort wo du dich im Moment befindest

Dir wird langweilig
Dies ist nicht mehr möglich, weil du dir dem was IST bewusst bist

Du hast keine Zeit
Weil du diese Form von Meditation immer und überall ausüben kannst, ist die Zeit immer da

Ohne, dass du aufwendige Meditationstechniken studierst und anzuwenden versuchst, kannst du also immer und überall zur Ruhe finden. Genial oder? Damit wirst du selbstbewusster und gelassener im Alltag.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Liebe.

Livia Werner


Livia WernerLivia Werner vertieft viele solcher Fragen aus ihrer eigenen praktischen Lebenserfahrung rund um das Thema Selbstbewusstsein und Selbstwert auf ihrer Website www.michselbstsein.net.


Lies weiter

  • Du möchtest mehr auf dich selbst schauen und mehr für dich, deine Gesundheit und dein Wohlbefinden tun?

    Dann gib deine E-Mail Adresse ein und du bekommst nicht nur regelmäßige Updates wenn ein Artikel erscheint, sondern auch Zugang zu exklusiven Inhalten nur für E-Mail AbonnentInnen.

    Kein Spam. Jederzeit kündbar. Details findest du in der Datenschutzerklärung.

Autor:

Möchtest du auch einen Gastartikel für den feelinghands-Blog schreiben? Oder sogar regelmäßiger Co-Autor werden? Lass uns zusammen anderen Menschen helfen, besser auf sich zu schauen: Für den feelinghands-Blog schreiben.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Deine Anfrage wird per TLS verschlüsselt an den Server geschickt. Details zur Verwendung der Daten findest in der Datenschutzerklärung.