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8 Tipps um Migräne und Kopfschmerzen loswerden

„Ich hatte fast jeden Tag Kopfschmerzen und habe daher täglich starke Medikamente genommen. An manchen Tagen war es so schlimm, dass ich ernsthaft überlegt habe mir das Messer in den Kopf zu rammen oder von einer Brücke zu springen. Tage ohne Migräne waren in den letzten Jahren die Ausnahme.“

So beschreibt eine Klientin ihren Leidensweg. Und auch wenn es bei dir hoffentlich nicht so schlimm ist, so müssen regelmäßige Kopfschmerzen nicht sein. Denn sie beeinflussen deine Lebensqualität und weisen auf ein Problem hin. Ein Problem, welches du lösen solltest!

Ursachen für Migräne

Die Gründe für Kopfschmerzen oder Migräne können vielfältig sein. Denn immerhin leiden 26% der Frauen und 11% der Männer darunter (Quelle: Statistik Austria) – das sind nicht wenige Österreicher.

Falls du auch dazu gehörst kann es sein, dass einer dieser Gründe der Auslöser ist:

  • das Wetter beeinflusst dich – Luftdrucksschwankungen können Migräne auslösen.
  • auch eine ziehende Klimaanlage kann für deine Migräne verantwortlich sein.
  • zu viel Stress in der Arbeit oder auch Beziehung kann für Kopfschmerzen verantwortlich sein.
  • Schlafmangel oder ein unregelmäßiger Schlafrhythmus wirken sich negativ aus.
  • Trinkst du genug? Wenn der Körper an einem Flüssigkeitsmangel leidet, dann meldet er sich mit Kopfweh – welches sich zur Migräne weiterentwickeln kann.
  • Manche Frauen klagen vor oder während der Mensis über Migräne.
  • Bestimmte Medikamente (auch Schmerzmittel!) können Kopfschmerzen auslösen.
  • Auch deine Ernährung hat einen großen Einfluss auf dein Wohlbefinden und besonders eine Unterzuckerung kann Kopfschmerzen verursachen.
  • Der Klassiker sind Verspannungen, besonders im Rücken, welche sich über den Nacken in den Kopf ziehen.

Welcher dieser Gründe dein persönlicher Auslöser ist, das kannst nur du feststellen.

Was du gegen Migräne tun kannst

Eines vorweg – regelmäßiger Schmerz im Kopf gehört auf jeden Fall bei einem Neurologen abgeklärt. Wenn du es dann aber leid bist regelmäßig oder gar täglich starke Schmerzmittel zu dir zu nehmen, dann können dir hoffentlich die folgenden Tipps und Schritte helfen, um deine Migräne in den Griff zu bekommen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die hier angeführten Tipps keine Akut-Lösung sind, welche dir jetzt, in der Sekunde, helfen. Diese Tipps bauen darauf, dass du vorbeugst und über den Zeitraum von ein paar Wochen deine Gewohnheiten änderst. Um dadurch den Kopfschmerz erst gar nicht entstehen zu lassen. Denn wie schon die alten Chinesen sagten:

„Sich um die Gesundheit zu kümmern, wenn man bereits krank geworden ist, gleicht dem Verhalten, erst dann einen Brunnen zu graben, wenn man durstig ist.“

Daher sorge jetzt für dich, probiere die unten stehenden Tipps aus, und finde die für dich persönlich passende Lösung.

Tipp 1: Migränetagebuch

Der erste Schritt um der Ursache deiner Migräne auf die Schliche zu kommen ist es hieb- und stichfest mitzuschreiben, wann du Migräne hast. Denn unser Geist vergisst ganz gerne verschiedene Aspekte und erst wenn du es schriftlich hast, kannst du feststellen, was eventuell der Auslöser ist.

Daher schreibe dir an jedem Tag mit Kopfweh oder Migräne folgendes auf:

  • Tag/Uhrzeit/Wochentag
  • Intensität der Schmerzen
  • Wetter
  • für Frauen: wo im Zyklus stehst du?
  • was hast du heute / gestern gegessen?
  • Getränke / Alkohol / Kaffee
  • Wie war der Schlaf letzte Nacht?
  • wie stressig ist es momentan in der Arbeit / privat
  • … sowie alles weitere, was dir beachtenswert erscheint.

Nach ein paar Einträgen kannst du eventuell erkennen, was der Auslöser deiner Migräne ist. Und wenn es das Wetter ist („dagegen kann ich ja nix tun“), dann muss ich dir sagen, dass wahrscheinlich die meisten folgenden Tipps für dich wichtig sind. Weil wenn dort alles passt, dann wird sich auch die wetterbedingte Migräne legen…

Tipp 2: Lass Milchprodukte weg

Gerade für am Land aufgewachsene Österreicher ein starker Schritt, aber lass einmal alle Milch-Produkte weg. Also kein Joghurt, Käse, Eis mehr. Konsequent. Auch die Milch im Kaffee: weglassen.

Warum? Weil laut Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) Milch im Körper Schleim produziert, was zu Blockaden führt. Und laut letzten wissenschaftlichen Studien Milch von den meisten Menschen relativ schwer abgebaut werden kann – unser Darm ist einfach nicht dafür gemacht.

Als Alternativen kann ich dir „Sojamilch“ (in Maßen) sowie „Mandelmilch“ und Konsorten empfehlen. Achte aber hier darauf die ungesüßten Varianten zu erwischen, sonst nimmst du zu viel Zucker zu dir.

Tipp 3: Reduziere weißen Zucker so weit wie möglich

Weißer Zucker

Wusstest du, dass Zucker heute gar nicht mehr zugelassen sondern als Droge eingestuft werden würde? Nur gewöhnen wir uns schon als kleine Kinder an den Zucker-Kick und vertragen daher eine sehr hohe Dosis davon.

Falls du unter Kopfweh und Migräne leidest lass so weit es geht weißen, raffinierten Zucker weg. (Kommentar zu „so weit es geht“: Zucker ist leider mittlerweile fast überall enthalten, daher relativ schwer komplett wegzulassen. Aber eine 90%-Reduktion ist auch ok!).

Lass als das Naschen (hat auch andere positive Nebeneffekte :-) ) und verwende zum Süßen von selbst zubereiteten Speisen z.B. Kokosblütenzucker, Birkenzucker oder Agavendicksaft.

Warum? Weil laut TCM Zucker die Energie im Körper nach oben (=in den Kopf) schießen lässt. Und genau dort soll die Energie aber nicht hin.

Tipp 4: Trink keinen Kaffee mehr!

Nein, du wirst nicht in der U-Bahn einschlafen und 3 Runden mitfahren, wenn du auf die morgendliche Tasse Kaffee verzichtest. Das ist nur ein Glaubenssatz bzw. wie auch beim Zucker eine reine Gewohnheit deines Körpers. Wenn du regelmäßig Koffein zuführst, dann gewöhnt sich dein Körper daran und braucht eine immer stärkere Dosis.

Im Zweifel empfehle ich dir für einige Zeit komplett auf Koffein-haltige Getränke zu verzichten und zu beobachten, was passiert. Wenn du aber ein Kaffee-Junkie mit 6-8 Tassen pro Tag bist kann auch eine bewusste Reduktion auf 0-2 Kaffee spürbare Besserung bringen.

Warum? Weil Kaffee ebenso wie Zucker die Energie im Körper nach oben steigen lässt und gleichzeitig aber auch noch entwässert. Was zusätzlich also noch zu einem Flüssigkeitsmangel führt.

Tipp 5: Achte auf deinen Fleisch- & Gluten-Konsum

Ich will hier weder zum Veganismus aufrufen noch eine Glutenunverträglichkeit unterstellen. Aber in beiden Fällen kann (!) es sein, dass du zu viel davon zu dir nimmst.

Daher mein Vorschlag, wenn du unter regelmäßiger Migräne leidest: versuche einmal für einige Zeit komplett auf Fleisch zu verzichten – wenn nach 3-4 Wochen die Migräne nicht wiederkommt, weißt du was der Auslöser ist. Wenn die Migräne nicht mehr so schmerzhaft ist oder es keine Änderung gibt, dann erhöhe langsam den Konsum langsam wieder.

Das selbe gilt für Gluten – versuche ein weizenfreies Monat einzulegen und schaue, wie es dir damit geht.

In beiden Fällen gilt: wenn es nichts bringt ist auch nichts verhaut, aber du hast dich mit dir und deiner Nahrung beschäftigt, was positiv ist.

Tipp 6: Bewege dich regelmäßig

Ich spreche hier nicht davon für einen Marathon zu trainieren, sondern einfach regelmäßig Bewegung zu machen. Gut, jeden ersten Montag im Monat ist auch regelmäßig, aber du weißt was ich meine.

Oft reicht es aus eine U-Bahn-Station vorher auszusteigen und den Rest zu Fuß zu gehen. Oder die Treppen zu nehmen. Oder sonst irgendwie Bewegung in den Alltag einzubauen. Dadurch bewegst du deinen Körper und bringst den Kreislauf in Schwung.

Was mir bei leichtem Kopfweh oft hilft sind ein paar sanfte Sonnengrüße – wenn ich den Zeitpunkt richtig erwische lockert das die Muskulatur im Nacken so weit, dass das Kopfweh weg ist.

Zu anstrengender Sport kann leider in die Gegenrichtung ausschlagen – dann bekommst du eventuell Kopfweh, weil die Muskeln im Rücken verspannt sind. Es kommt also (wie so oft) auf das gute Mittelmaß an.

Tipp 7: Gönne dir eine Massage

Bei verspannten Muskeln geht nach wie vor nicht’s über eine entspannende Shiatsu-Massage. Der Praktiker geht genau auf dich und deine Beschwerden ein, lockert die Muskeln, rotiert und bewegt den Körper. Das führt oft zu einer sofortigen Linderung und wenn die Muskeln (besonders im oberen Rücken) nicht mehr verspannt sind können diese Verspannungen auch nicht mehr in den Kopf ausstrahlen.

Alternativ kannst du dir natürlich auch mit einem Tennisball selbst den Rücken massieren oder (um die Energie nach unten zu bringen) regelmäßig am Stock gehen. Besonders letzteres wirkt Wunder!

Tipp 8: Meditation

Besonders hartnäckige Kopfschmerzen kommen oft auch vom übermäßigen Grübeln und Nachdenken über „eigentlich eh alles“. Was hier gut hilft ist eine Meditationstechnik zu erlernen und regelmäßig zu praktizieren.

Durch die Meditation wird dein Geist ruhiger, du spürst deinen Körper besser und kannst dadurch auch schon früher gegen eine Migräne entgegenwirken (weil du z.B. spürst, wie die Klimaanlage zieht oder wie dir das Thema im Meeting zusetzt…).

Ein positives Beispiel aus der Praxis

Kopfschmerzen losgeworden

Die oben angeführte Klientin, die jeden Tag starke Migräne hatte und starke Medikamente genommen hat, um überhaupt durch den Tag zu kommen, hat folgendes probiert:

  • für einen Monat gar keinen Kaffee, danach nur mehr maximal einen pro Tag (statt vorher 6-7 über den Tag verteilt),
  • kompletter Verzicht auf jegliche Milchprodukte,
  • sehr starke Reduktion von Industriezucker, kein Naschen mehr,
  • begleitet durch Shiatsu-Massagen um die Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich zu lösen.

Das Ergebnis? Nach ca. drei Wochen traten Kopfschmerzen nur mehr in leichter Form und einmal pro Woche auf. Nach nur zwei Monaten ist sie beschwerdefrei und spricht von einem „völlig anderen Lebensgefühl„. Kopfschmerzen treten nur mehr auf, wenn sie (zum Beispiel bei Mama) über die Stränge schlägt und zu Käse oder einem zweiten Stück Torte greift.

Von „fast täglich“ zu „vielleicht einmal im Monat“ ist eine massive Verbesserung der Lebensqualität. Und das ganze durch ein paar einfache Änderungen der Gewohnheiten.

Probier es aus!

Auch du kannst es schaffen! Alles was du tun musst ist dich auf die oben angeführten Tipps einzulassen. Ja, viele Punkte sehen anfangs aus, als müsstest du auf etwas verzichten – aber wenn es funktioniert wird sich dein Lebensgefühl dramatisch verbessern.

Und sieh es einmal so – wenn es nicht funktioniert, was hast du verloren? 4 Wochen ohne Fleisch / Milch / Zucker? Im Vergleich zu einem schmerzfreien Leben irgendwie kein allzu großer Einsatz, oder?

Hast du noch Tipps um regelmäßigen Kopfschmerz in den Griff zu bekommen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Schau auf dich!

Michael

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