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Finde den zu dir passenden Yoga-Stil in 3 Schritten

Yoga. Ein Wort, mit dem du sicher etwas verbindest. Aber was genau ist dieses „Yoga“? Jeder, den du fragst, wird dir etwas anderes erzählen und jeder Yogi wird von seinem eigenen Stil sehr begeistert sein. Aber wie findest du deinen zu dir passenden Yoga-Stil? Ich hoffe dir mit diesen 3 Schritten einen Anhaltspunkt geben zu können – und weiter unten findest du dann auch noch 9 Yoga-Stile kurz erklärt.

Schritt 1: Vergiss alles, was du über Yoga weißt

Bevor du deine Reise zu verschiedenen Yoga-Stilen beginnst musst du einmal alles vergessen, was du über Yoga schon gehört hast oder weißt. Denn jeder Yogi wird dir seinen Stil empfehlen, klar, sonst würde er ihn nicht machen. Und du hast vielleicht auch schon ein paar Yoga-Stunden ausprobiert und bist daher geprägt.

Für eine neutrale Betrachtung ist es aber notwendig, dass du auf dich selbst hörst. Denn nicht jeder Yoga-Stil ist für jeden passend. Und rausfinden, was für dich passt, das kannst nur du.

Und es wird sich eventuell im Laufe der Zeit auch verändern, daher sei nicht scheu und probiere neue Stile aus, wenn dir danach ist. Denn auch du veränderst dich und hast neue Bedürfnisse.

Das erinnert mich an meine erste Ashtanga-Stunde (mehr zu Ashtanga weiter unten). In klassischen Studios wird anfangs das Ashtanga-Mantra gesungen – ich war nicht vorbereitet darauf und es hat mich irgendwie negativ an eine Kirche erinnert… ich fand’s irgendwie „komisch“ und war nicht sehr begeistert da in der Runde mitzusingen. Ich bin aber froh mich dennoch darauf eingelassen zu haben – mittlerweile bin ich ein großer Fan von Ashtanga, weil ich die Routine liebe. Was mich zum nächsten Punkt bringt:

Schritt 2: Welcher Typ bist du?

Um deinen Stil zu finden solltest du eine grobe Ahnung über dich haben:

  • Brauchst du eher viel Struktur oder nicht?
  • Benötigst du die Gruppenenergie oder willst du auch einmal alleine praktizieren?
  • Interessiert dich der indische/spirituelle Hintergrund hinter Yoga oder siehst du darin eher einen Sport?
  • Willst du dich mit Yoga beruhigen oder aktivieren?
  • Lenkt dich Musik ab oder brauchst du sie, um nicht verrückt zu werden, so alleine auf der Matte, nur mit dir?

Auch wenn du nicht alle Fragen beantworten kannst, du siehst schon, es gibt eine ganze Bandbreite an Yoga-Stilen die es zu erforschen gibt…

Schritt 3: Probier dich aus!

Mein Tipp: geh in verschiedene Yoga-Studios in deiner Umgebung und probier so viele Stile wie möglich aus. Das kostet nicht viel, die meisten Studios bieten Schnupperstunden an und du kannst so ohne Bindung und Verpflichtung schauen, ob dir der Lehrer und das Studio gefallen.

Ein Wort dazu – der Lehrer ist wichtig, aber nicht zu wichtig. Ein guter Yoga-Lehrer begleitet dich und fördert dich. Aber er ist niemals dafür verantwortlich, wie gut dein Yoga ist – denn dein Yoga machst du. Und das langfristige Ziel sollte sein selbst Yoga zu praktizieren. Zu erkennen und zu spüren, was du benötigst und dir das zu geben. Dahin sollte Yoga dich führen. Zu dir. Und nicht zu einem Lehrer, Guru oder Vorgesetzten.

9 Yoga-Stile kurz angerissen

In den letzten Jahren habe ich schon einiges ausprobiert, was bei uns hier im Westen so angeboten wird. Die Liste ist aber sicher unvollständig und auch von meiner persönlichen Erfahrung geprägt…

So viel der Vorwarnung, los geht’s:

Acro Yoga

Ein spannende Kombination aus Yoga und Akrobatik. Am bekanntesten dürfte das Flying sein, wo auch Elemente aus der Nuad Thai Massage mit einfließen. Besonders mit Partner ein sehr lässiger Yoga-Stil.

Ashtanga

Vom Inder Pattabhi Jois gegründeter und auf Hatha-Yoga aufbauender Yoga-Stil. Sehr kraftvoll und dynamisch, mit (optionalen) Sprüngen zwischen den Asanas. Ziel ist eigentlich alleine (in sogenannten Mysore-Stunden) zu praktizieren, damit du dich auf deine Atmung und dein Yoga konzentrieren kannst. Meist eher traditionell und der Ablauf folgt einer vorgegebenen Serie.

Bikram Yoga / Hot Yoga

Yoga bei 38 Grad Hitze. Für mich eine Nahtoderfahrung, da ich die ganze Zeit mit dem Kreislauf zu kämpfen hatte. Wenn du von Typ her mit Hitze gut umgehen kannst ist das der ideale Stil um viel zu schwitzen (und dadurch abzunehmen). Für mich auch zu militärisch, was die Ansagen der Lehrer angeht, aber die Studios boomen, also probier es einfach aus!

Hatha-Yoga

Hatha Yoga ist die Mutter aller Yoga-Stile. Der Fokus liegt auf Atmung, Entspannung und Meditation, in Summe ist es meist eher ruhig (im Vergleich zu Ashtanga oder Vinyasa Flow). Alle anderen Yoga-Stile haben sich aus Hatha entwickelt und es gibt so viele Hatha-Yoga-Stile wie Yoga-Lehrer.

Iyengar-Yoga

Vom Inder B.K.S. Iyengar begründeter Yoga-Stil, in dem die einzelnen Positionen sehr exakt ausgerichtet und dann lange gehalten werden. Dabei wird viel mit Hilfsmitteln (Blöcke, Gurte etc.) gearbeitet. Die Lehrer haben ein enormes anatomisches Wissen und der Stil ist sehr gesundheitsfördernd.

Jivamukti-Yoga

Eine moderne Form des Hatha-Yoga mit fließenden und tänzerischen Elementen. Dazu kommen Gesänge und Atemübungen sowie eine moderne, westliche Philosophie.

Kundalini-Yoga

Der Fokus im Kundalini liegt auf den intensiven Atemübungen und der Meditation. Es geht um das Zentrum des Körpers und Energie, die wir von dort aus „aufsteigen“ lassen.

Vinyasa Flow Yoga

Eine Mischung aus Ashtanga und Hatha Yoga – der Fokus liegt auch hier auf der Atmung und vor allem dem Fließen zwischen den Positionen, aber es gibt keine vorgegebene Abfolge. Dadurch kann besser auf die Gruppe der Yoga-Praktizierenden eingegangen werden und es können Themenstunden erstellt werden. Je nach Lehrer sehr westlich/sportlich und ohne indische/spirituelle Wurzeln.

Yin Yoga

Die ruhigste Form des Yoga (aber deswegen nicht weniger anstrengend!) – hier werden die meist sitzenden oder liegenden Positionen für 3-5 Minuten gehalten. Dabei werden alle Muskel locker gelassen und die Schwerkraft bewirkt eine lang gehaltene Dehnung in den Faszien. Sehr gut bei Rückenbeschwerden und meiner Meinung nach die ideale Kombination zu allen anderen Yoga-Stilen. Mehr zu Yin-Yoga findest du hier.

Und jetzt?

Wie oben schon gesagt – jetzt liegt es an dir. Die Liste oben kann dir nur einen groben Anhaltspunkt geben und über Yoga kannst du nicht lesen, du musst es tun. Also ab ins nächste Yoga-Studio! Probiere verschiedene Stile, Lehrer, Studios aus, habe Spaß daran und spüre, welcher Yoga-Stil genau der richtige für dich ist… Viel Freude dabei!

Welche Yoga-Stile kennst du noch? Oder hast du Anmerkungen zu den angeführten Stilen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Schau auf dich!

Michael

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ad „EIN WORT DAZU“: der Grenzbereich zwischen wichtig und nicht zu wichtig ist total klein – was die Relevanz des Yogalehers betrifft … zumindest habe ich das in meiner noch relativ kurzen Yoga Zeit bisher so empfunden. Gerne teile ich hier ein paar Gedanken…

    Um Yoga für mich stimmig und „gut“ (wobei hier wieder die Frage ist, wie sich „gutes Yoga“ definiert :-)) gestalten zu können, braucht es v.a. zu Beginn der Yogapraxis eine gute Anleitung und eine Art von VERTRAUEN in die Person die dies anleitet.

    Dazu sind neben den Basisfaktoren, wie richtig und verständlich anzuleiten, Eigenschaften wie „Motivation zur Selbstmotivation/Selbstakzeptanz/…“ bis hin zum gesunden „SelbstVERTRAUEN“ von relevanter Bedeutung. Das heisst nicht, dass die Aufgabe dem Yoga Lehrer / der Yoga Lehrerin abgegeben werden sollte, nein ganz im Gegenteil – wenn es einem Yoga Lehrer / einer Yoga Lehrerin gelingt, genau dies zu vermitteln, wird es nicht lange dauern bis die Yoga Praxis nicht nur im Studio stattfindet, sondern der „Schüler“ auch selbständig, zuhaus, in der Wiese, am Berg oder wo auch immer das Bedürfnis hat Yoga zu machen und es in seinen / ihren Alltag zu integrieren – und so auch die Benefits aus der regelmäßigen Praxis stärker erleben zu dürfen.

    Ich kann das so aus meiner Erfahrung erzählen, und ich bin total dankbar, dass ich da zu Beginn ein paar (aus meiner Sicht) wirklich gute Begleiter hatte, denen ich an dieser Stelle auch ein großes Danke aussprechen möchte ;-)

    Vertrauen bringt Selbstvertrauen bringt Motivation bringt Tun bringt Vertrauen bringt Selbst… bringt …

    Danke für die Inspirationen!
    Grüße!
    Heidi

    Antworten

    • Heidi, das hast du sehr schön und prägnant zusammengefasst. Ja, es ist ein schmaler Grat…
      Danke!

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